Desiree

 

Die Elfe namens Desiree

lebt nah am Fluss an einem See 

in einem kleinen Häuschen

und war nicht größer als ein Mäuschen .

 

Ein Zwerg der saß auf einem Stein

und blickte ziemlich traurig drein .

Der kleine Zwerg hieß Willibald

und war in Desiree verknallt .

 

Die wollt ´ nix von ihm wissen

und das fand er beschissen !

Sie liebt den Elfen Konstantin

und wollt ´ mit ihm von dannen zieh´n .

 

Seerose hieß sein Segelboot,

sie fuhr´ n davon im Morgenrot ...

Was macht der arme Willibald ?

Der ging zurück in seinen Wald .

Desiree kam nie zurück ,

 

er wünscht ihr trotzdem sehr viel Glück .

 

 

Eines Tags bei Sonnenschein ,

da saß er wieder auf dem Stein .

Plötzlich kam SIE über´ n See -

oh nein - es war nicht Desiree .

Ein Zwergenmädel - zart und fein -

in einem Boot und ganz allein .

 

Ihr Name war Charlotte ,

 

ihr Haar so rot wie ´ ne  Karotte .

Die Nase voller Sommersprossen !

Willibald war ganz verschossen .

 

Auch Charlotte war entzückt,

als sie den Willibald erblickt .

Die beiden finden ´ s wunderbar

und wurden bald ein Zwergenpaar .

Der  Willi liebt Charlotte sehr , 

an Desiree dacht ´ er nicht mehr .

 

 

Text und Zeichungen : Heike Diehl

Willibald und Charlotte


 

 

Das Käsehaus

 

In einem tiefen , dunklen Wald

 haust eine Ratte , ziemlich alt .

Sie lebt in einem Haus aus Käse

und war durchweg bitterböse . 

Sie baute dieses Käsehäuschen

um anzulocken kleine Mäuschen .

Dann kochte sie sich Rattatui ( Ratatoullie )

gespickt mit kleinen Mäuschen - pfui !!!

 

Eines Tags begab es sich ,

zwei Mäuschen die verirrten sich .

Mäusebub und Mäusemädchen ,

der Hansi und das schlaue Gretchen . 

Sie kamen an dem Häuschen an .

" Hansi , geh da bloß nicht dran !

Da ist was faul , ich spür´ s genau ! "

so sprach das Gretchen - es war schlau .

 

Bums ! - da öffnet sich die Tür ,

raus kam das böse Rattentier :

"Kommt ihr Mäuschen , kommt herein !

Will wie ne Mutter für euch sein . " 

Das Gretchen das war auf der Hut

und sagt zur Ratte , voller Wut :

"Das kannst du glatt vergessen !

kannst deinen Käse selber fressen .

 

Du fieses Tier , du Monster du !

Hau ab und lass uns bloß in Ruh !

Was bist du für ein scheußlich Wesen !

Grimms Märchen habe ich gelesen .

 

Die Hexe die war so gemein !

Die Kinder fielen auf sie rein .

Wir sind nicht so blöd wie die .

Du Mistvieh kriegst uns beide nie ! " 

Da wurd ´ die Ratte bitterbös ´

und fraß auf den ganzen Käs ´ 

Die Ratte die war wie besessen

und hat sich schließlich überfressen .

Mit ihrem dicken Käsebauch 

da fiel sie um und starb dann auch . 

 

Hansi und das Gretchen liefen

schnell aus dem Wald heraus , dem tiefen .

Fanden dann vor lauter Glück

ganz schnell den Weg nach Haus zurück . 

Die Eltern war´ n ganz aus dem Häuschen,

als sie erblickten ihre Mäuschen .

Hätt ´ Gretchen nicht soviel gelesen ,

dann wären beide tot gewesen .

 

 

(c) Text und Zeichnung : Heike Diehl


Die Poetin im Turm

 

Im Turm bei trüber Funzel

saß eine Frau , sie hieß Rapunzel .

Sie war Schiller Fritzens Nichte

und schrieb jeden Tag Gedichte .

In dem Turm da wollt sie bleiben

und jeden Tag Gedichte schreiben .

 

Ein Prinz der hörte von dem Turm

ritt eines Nachts bei einem Sturm

zum Turm hin , wollt Rapunzel sehn

und dacht´ : Die ist bestimmt sehr schön 

mit so schönen langen Haaren

und so herrlich jung an Jahren.

 

doch wer an Märchen glaubt der irrt !

Der Königssohn war ganz verwirrt.

Er konnt´ s nicht fassen , der arme Tropf,

am Turmfenster erschien ein Kopf .

Ne Frau mit Streichholz kurzen Haaren

und nicht mehr so ganz jung an Jahren .

Sie rief dem Prinz von oben zu :

" Hau ab und lass mich bloß in Ruh !

 

Mein Haar , das hab ich abgeschnitten,

ich habe unter Spliss gelitten .

du blöder Kerl zieh endlich Leine -

blitzschnell - sonst mache ich dir Beine ! "

Der Prinz rief nur noch : " Blöde Ziege ! "

sprang auf sein Pferd und macht die Fliege .

 

Das ist schon viele Jahre her

und an den Turm dacht keiner mehr .

Eines Nachts bei einem Sturm-

ein Uhu der flog in den Turm .

Im Zimmer ein Skelett er fand

mit einem Füller in der Hand .....

Text und Foto : (c) Heike Diehl


 

 

Schock im Turm

 

Der König sprach zu seinem Sohn :

Friedrich – Wilhelm , weißt du schon

von eines Königs Töchterlein ,

voller Schönheit soll sie sein .

Schläft in dem Turm seit hundert Jahr ,

glaub mir das ist wirklich wahr . „

Da sagt der Prinz : „ Ich will sie sehn

und zwar jetzt gleich , ich werd ' jetzt gehen „

 

Er sattelt dann sein Pferd sofort

und reitet zum besagten Ort

und er rennt – japs – hechel – schnauf -

die Treppe zu dem Turm hinauf .

 

Was musste Friedrich – Wilhelm sehn ?

Dornröschen ! Die war nicht mehr schön !

Aschfahl ,steinalt und faltenreich !

Der Prinz der wurd ' vor Schreck ganz bleich !

 

Verließ den Turm vor lauter Schreck ,

sprang auf sein Pferd – schon war er weg !

Das Alter macht vor keinem Halt !

Auch Königstöchter werden alt .

 

Text und Foto . (c)  Heike Diehl


 

 

Knorz und Knolle

 

Ich ging mal durch den Wald - allein -

freute mich allein zu sein .

Da sah ich plötzlich unter Bäumen ,

ich dachte schon ich würde träumen ,

zwei winzig kleine Männchen stehn :

" Hilfe ! Du hast uns geseh'n ! "

so rief das eine ganz entsetzt .

Das and're fragt : " Was tun wir jetzt ?

 

Menschen dürfen uns nicht finden ,

wir müssen schnell von hier verschwinden .

Menschen wollen uns nur quälen ,

wir wollen dir von uns erzählen :

 

Ob Buche , Eiche oder Fichte ,

da leben wir - die Wurzelwichte .

Tief unter Wurzeln in der Erde,

Erdkröten das sind unsere " Pferde " .

 

Von Pilzen , Nüssen , Beeren

und Knollen tun wir uns ernähren .

Aus Nussschalen trinken wir  Kräutersaft 

der gibt uns Energie und Kraft .

 

Knorz und Knolle heißen wir

und sagen jetzt : leb wohl zu dir .

Es wird Zeit , wir müssen geh'n

Mach' s gut - auf nimmer Wiederseh 'n "

Plötzlich waren sie verschwunden ,

ich hab sie niemals  mehr gefunden .

 

 

 

(c) Text und Foto : Heike Diehl


Die Vogelscheuche

 

Da steht ne Scheuche auf dem Feld

und glotzt nur blöde in die Welt .

Arme , Haxen ganz aus Holz

und darauf war sie gar nicht stolz .

In ihrem Kopp war lauter Stroh -

bei vielen Menschen isses so !

 

Rosalind ´ die Vogelscheuche

die denkt :  Wenn ich jetzt hier entfleuche !

Mich zieht es in die Ferne .

Sprechen würd ´ ich auch sehr gerne .

Dann würde ich zum Fernsehen gehn

denn da könnt ´ mich jeder sehn . "

 

Plötzlich in der selben Nacht

kam eine Fee herbei - ganz sacht .

In Samt und Seide eingehüllt

hat sie ihr ihren Wunsch erfüllt .

Sie konnte sprechen , hatte Beine

und zog dann auf der Stelle Leine .

 

Sie konnte flitzen wie ´ ne  Eins

und dampfte ab in Richtung Mainz 

und wurde eine Rampensau .

Sie machte Werbung im TV .

Als Rosalinde Scheuch

da quasselt sie nur blödes Zeuch .

Manch Trottel in der Werbewelt

verdient damit ein Haufen Geld .

 

  (c)  Text und Foto : Heike Diehl


 

 

The Hexe and the Drachen

 

The Hexe namens Waikiki

is flying  over Wald und tree .

She flying schnell , die olle Schrulle

with her Besen - volle Pulle !

A turbogeile Hex ' is she

hoho haha hihiiii !!!

 

Da came a litte Drachenvieh ,

a hinterfotzig Vieh is he .

His name war Harry Hallimarsch

he makes her Feuer untern ......

The Besen burning - Hexe schrie !

The Drachen kichert : Hihihiiii !!!

 

The Hex ' is stürzing in the sea

She crying : "  Blödes Drachenvieh !

My beauty Besen der is hie ! "

She  schwimm at Ufer from the sea .

 

The Hexe - pitschepatschenass 

She fluchte :  " Hey - was soll' n  das ?! "

The Drachen kichert schadenfroh :

" Hihiii hahaaa hohooo ! "


 

 

 

Verflogen

 

Die  Hexe fluchte . " So ein Scheiß!

Ich fliege ständig nur im Kreis !

Hab mich verflogen , so ein Mist !

Weiß nicht mehr wo der Brocken ist .

 

Mir ist kotzübel , kann nicht mehr denken 

und meinen Besen nicht mehr lenken .

Der Kräuterschnaps im Hexentopf

ist schuld an meinem dicken Kopf .

Trotzallem weiter , froh und munter -

irgendwo komm ich schon runter - hihihihiiiii !!! "

 

Die Hexe die war ganz entzückt ,

als sie dann einen Berg erblickt

und rief . " Da isser ja , der Brocken ! 

Auf dem Feldberg blieb´ se hocken ...