Miese Laune

 

Mann hab ich heut ' miese Laune

am besten ihr haut alle ab !!!

Ich breche einen Streit vom Zaune

böse Worte - nicht zu knapp .

 

Ich mag mich heute gar nicht leiden ,

find mich selbst und jeden blöd .

Werd ' Gesellschaft heute meiden

hock am PC bis abends spät .

 

Ich daddel , fange an zu flennen ,

sauf Rotwein , mach die Nacht zum Tag .

Irgendwann geh ich dann pennen -

ob ich mich morgen wieder mag ?

 

 

(c) Text und Zeichnung : Heike Diehl


 

 

Alleine sein

 

Alleine sein

 

Alleine bin ich gerne

alleine möcht ich sein .

Ob Menschen nah , ob in der Ferne

ich sitz zuhaus und brauch kein Schwein .

 

Und zieht mich jemand runter ,

will mir den Tag versaun ,

ich bring mich selbst zum Lachen

und bin mein eig´ ner Clown .

 

Kann mir die Zeit vertreiben,

es ist so friedlich und so still .

Kann in Ruhe lesen und schreiben

und kann machen was ich will .

 

Keiner quatscht mich voll

und keiner redet mir rein .

Ach Mensch ist das so herrlich

 

mal ganz allein zu sein !!!!!

(c) Text und Zeichnung: Heike Diehl


 

Donnerwetter

 

Heute ist ne Affenhitze

ich sitz im Garten und ich schwitze .

Die Sonne knallt mir auf die Birne ,

der Schweiß der tropft mir von der Stirne .

 

Bienen , Schmetterlinge , Hummeln 

sich auf meinen Blumen tummeln .

Ich finde es besonders schön

ihnen dabei zu zusehn .

 

Denen macht das gar nichts aus

Die Hitze ist für mich ein Graus 

Am Mittag ist es richtig schwül -

da wünscht ich mir es wäre kühl !

 

Die Mücken werden aggressiv ,

von Westen her da kommt ein Tief .

Der Himmel der verdunkelt sich -

ein Blitz der zuckt ganz fürchterlich !

 

Ein Donnerschlag ! Ich fahr zusammen !

Ich denk der Himmel steht in Flammen .

Plötzlich setzt der Regen ein

und ich denke - nix wie rein !

 

Vom Fenster aus da kann ich kucken ,

wie´ s regnet und die Blitze zucken .

Vor Blitzen hab ich Angst , ganz ehrlich .

Der Donner der ist nicht gefährlich .

 

Ne  halbe Stunde tobt sich´ s aus ,

dann kommt die Sonne wieder raus .

Draußen hab ich´ s gleich gefühlt -

endlich hat sich´ s abgekühlt .

 

c) Text und Bild : Heike Diehl

 


 

Spaß im Regen

 

Ist der Himmel mal am flennen,

dann sieht man oft die  Leute rennen .

Verschwinden schnell in ihrem Haus

und seh´ n dabei so mürrisch aus .

 

Finden´ s viele auch zum Kotzen ,

ich tu dem Regenwetter trotzen 

und geh bei Regen trotzdem raus ,

das macht mir überhaupt nix aus .

 

Latsch durch die Pfützen wie ein Kind

Wenn auch so mancher denkt : Die spinnt !

Bin ich auch pitsche- patschenass !

Hach - das macht so richtig Spaß !

 

Der Regen tut mir richtig gut ,

hab mit Erkältung nix am Hut 

und ist der Winter dann in Sicht -

Eisregen ?  Nee - den mag ich nicht !

 

(c) Text und  Foto/ Zeichnung : Heike Diehl

 


 

Dickes Chinamann

 

Ich bin ein dickes  Chinamann

hab  Appetit , man sieht´ s mil an .

Ich bin so satt , ich flaß zuviel ,

hab Hungel wie ein Klokodil .

 

Pekingente , Haifischflossen ,

Flühlingslolle , Bambussplossen .

Wan Tan Suppe und Chop Suey

Bei Käse - oh - da sag ich : " Pfui !

Lomadul und Camembel

ui die stinken mil zu sehl .

Niemals nicht flißt ein Chinese

ilgendwelchen Stinkekäse .

 

Nasi odel Bami Goleng

fleß ich noch mehl , dann macht es Peng !!!

Es gibt ein Lums - ganz fülchtelich

zum Chinaklachel welde ich .. 

 

 

Text und Zeichnung : Heike Diehl


 

 

Foren

 

Ich hab die Lust verloren

zu schreiben in so manchen Foren .

Ob von den ganzen Kommentaren

wirklich alle ehrlich waren ?

So mancher meint es ehrlich - klar 

und was er schreibt ist wirklich wahr .

 

Ein anderer fängt an zu schleimen

und findet was so manche reimen 

sooo schööön -   sooo toll ist das Gedicht !

Gefallen tut´ s ihm aber nicht .

Um selbst  ´ nen Kommentar zu kriegen

scheu´ n manche nicht davor zu lügen .

 

Dann sind da die Neider

die ander ´ n gar nichts gönnen - leider !

Kann einer sehr gut schreiben

den würden sie sehr gern vertreiben ,

weil sie selber es nicht können

und ander´ n das Talent nicht gönnen .

 

Trochäus , Jambus , Daktylus 

ist was , was ich nicht haben muss .

Manch Wichtigtuer - so erhaben

lehrt uns wie wir zu schreiben haben .

Nach Lehrbuch schreiben ist nicht mein Stil

davon halte ich nicht viel .

Werd´ weiter  frei nach ´Schnauze schreiben

und so wird es auch immer bleiben .

 

(c) Heike Diehl

 

 

Kommentar von Ralph Bruse zum Gedicht :

 

RALPH BRUSE 
24. Juni 2018 @ 20:42

Meine Meinung zu den Läden kennste ja zur Genüge, Heike. Kann man ja eh ausführlich
auf meiner Homepage nachlesen. Alle schere ich da auch nicht über einen Kamm, aber
die meisten davon. Ist mir inzwischen auch sch...egal, ob mich die Knalltüten, die ich je
kritisierte und die es verdienten, weil sie gruseligen Mist ablieferten, oder obereitle Bauchnabelschau zum Wegrennen produzierten, mich deswegen zum Kotzen finden.
Ich bin ich - und ich versuche fair zu sein, aber wenn eine/r völlig abhebt, hol ich ihn
wieder runter, wenns sein muß mit der verbalen Knarre)))

Ach ja: gut, daß wenigstens Du den Schnabel aufgemacht hast, wegen des Kollegen, der
hier in einer Tour ominösen Anderen die Schuld zuweist, daß er zuviele Klicks auf dem
Tacho hat. Wegen solcher Typen hab ich auch einstweilen die Fresse voll, hier noch irgend-
wie aktiv zu werden. Die Type wird das Klickgespiele weiter treiben - jede Wette - bis sich
keiner mehr drüber aufregt. Und dann wird er auch noch angeflennt, doch bitte zu bleiben.
Die anderen MItschreiber werden bei solchem Beschiss der Reihe nach frustriert abwandern - aber niemals der Typ. Der sitzt das in aller Seelenruhe aus, bis freie Bahn ist.
Brauch ich den Käse denn?
Nee, brauch ich nicht.

Mußte mal raus, der Kesseldampf.

Tschau Ralph


 

 

Hexenflug und Knochentanz

 

Vom Moor gibt' s vieles zu berichten

gruslig - schaurige Geschichten .

Menschen waren dort versunken

bis auf den Grund und war' n ertrunken .

 

Nach Jahren dann - oh Schreck - oh Graus

dann kamen sie als Geister raus 

und aus dem dunklen , tiefen Moor

steigen sie dann nachts empor .

 

Wenn' s dunkel wird dann kommen sie -

Ein Gekicher : Hihihiiiiiii !!!

Die Hexe namens Elinor

fegt mit dem Besen durch das Moor

 

Aus des Moores dunklem Matsch

da steigen plötzlich - is kein Quatsch -

Skelette auf , im Mondes Glanz

vollführen einen Knochentanz .

 

Wird es dann Morgens wieder hell

verschwinden sie und zwar ganz schnell.

Ihr glaubt nicht an das Geistertreiben ?

Na gut - dann lasst ihr' s eben bleiben !

 

(c)Text und Bild : Heike Diehl

 


Hicks

 

Ich gönnte mir ' ne Flasche Wein -

da sah ich doch im Kerzenschein -

ein Geist fuhr aus der Flasche raus 

und der sah recht komisch aus .

 

Er sagte zu mir : " Hallo Kleines !

Ich bin Hicks - der Geist des Weines .

Trinkst du diese Flasche aus

dann komm ich aus der Flasche raus .

 

Ich hexe dich jetzt winzig klein

und stopf dich in die Flasche rein ,

dann bist du auch ein Geist im Wein

und du wirst es immer sein . "

 

Da bekam ich richtig Frust

und rief : " hab aber keine Lust

in der Flasche Wein zu hocken ,

damit kannst du mich nicht locken . "

 

Du armseliger , kleiner Wicht ,

da haste Pech - mich kriegste nicht ! "

ich packte ihn am Kragen ,

da konnt' er nix mehr sagen ,

stopf in die Flasche ihn hinein

und drückte schnell den Korken rein .

 

Wie 's  weitergeht , das wollt ihr wissen ?

Ich lag im Bett auf meinem Kissen .

Es war alles nur ein Traum .

man träumt ein Scheiß - man glaubt es kaum !

 

 

(c) Text und Bild : Heike Diehl


 

 

Todglücklich

 

Es klappern die Knochen am Abend ,

es klappern die Knochen am Morgen ,

es ist so erquickend und labend ,

ich mach mir um gar nix mehr Sorgen .

 

Ich bin tot , mir kann nix  passieren ,

kann mein Leben  nicht mehr verlieren .

Die Lebenden plagt  mancher Schmerz ,

am Kopp , im Kreuz , im Bauch , am Herz .

 

Die haben' s manchmal ganz schön schwer .

Wie gut hab ich' s - da schmerzt nix mehr .

Ich glückliches Gerippe ,

 

krieg niemals mehr die Grippe .


 

 

Das alte Haus im Wald

 

Das alte Haus im Wald

 

ich geisterte mal durch den Wald

da sah ich ein  Haus - es war schon uralt .

Ein ziemlich marodes Gemäuer -

es war mir nicht geheuer !

Nur eine Tür , kaputte Fenster -

gibt' s hier Geister und Gespenster ?

Die spuken hier bestimmt herum

und bringen mich vielleicht noch um !

 

Trotz Grausen oder Bangen ,

da packte mich doch das Verlangen ,

in das Haus hineinzugehn

mich in dem Haus mal umzusehn .

Es zog mich voll in seinen Bann -

ich knipste meine Lampe an ,

sprach mir Mut zu - ging hinein -

und im hellen Lampenschein -

da sah ich ein Skelett - oh Graus !

Teufel auch - ich will hier raus !

 

Die Tür flog zu - von Geisterhand -

ich verlor fast den Verstand !

Die Tür blieb verschlossen , sie ging nicht mehr auf

und das Unheil nahm schnell seinen Lauf ..

Ein Geist kam auf mich zu geschwebt -

sowas hab ich noch nie erlebt !

 

Der Geist der öffnet mir die Tür

und sagte nur : " Hinaus mit Dir !

Verschwinde und lass ' mich in Ruh

und mach ' die Tür von außen zu ! "

 

Ich dachte schon ich wär gefangen -

es war noch einmal gut gegangen .

Ich ging dem Geist nur auf den Geist-

ich weiß noch nicht mal wie er heißt .

ach ich nenne ihn Hui Buh

und lass ihm einfach seine Ruh .

 

 


 

 

Der unheimliche Dichter

 

 

 

In einem tiefen , düsteren Wald

 

da lebte ein  Dichter , der war schon uralt .

 

Ein Mörder war dieser

 

ein böser , ein fieser.

 

 

 

Er schrieb nur mit Blut,

 

damit schreibt sich' s ja gut .

 

Er schrieb mit ' nem  Knochen -

 

-der war von dem Jochen -.

 

den  Jochen sucht man schon seit Wochen ...

 

 

 

Er machte ihn kalt in dem finsteren Wald.

 

In dem Wald da wollt ' er bleiben

 

und noch viele , viele Gedichte schreiben ....

 

 

(c) Text und Zeichnung : HeiDi



 

 

Das Dünengespenst

 

 

Was ich gesehn hab glaubt ihr nicht ,

ihr denkt ich wäre nicht ganz dicht ,

was ich in Dänemark erlebte ,

was oben um den Leuchtturm schwebte -

nachts bei Vollmond - es war kalt -

da sah ich eine weiße Gestalt  .

 

Wie gebannt stand ich am Fenster .

Gibt es also doch Gespenster ?

War' s ein Mann ? War' s eine Frau ?

Das wusste ich nicht so genau .

War' s ein Engel ? War' s ne Fee ?

Eine Jungfrau aus der See ?

 

Der Schreck fuhr mir in alle Glieder ,

so schnell sie kam verschwand sie wieder .

Ich konnt ' nicht glauben was ich sah -

auf einmal war sie nicht mehr da ..

Der Leuchtturm strahlt in hellem Schein -

wo mochte die Gestalt bloß sein ?

 

Plötzlich kam ' ne Wolkenwand ,

woraufhin der Mond verschwand .

Auch die Gestalt sah ich nicht mehr .

Das ist jetzt fünfzehn Jahre her .

Ich sah das Gespenst nur diese Nacht -

wie oft hab ' ich daran gedacht .

 

(c) Text und Foto : Heike Diehl